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Wofür steht SYMBARA?

SYMBARA steht für ein Zusammenschluss von den in Deutschland führenden Köpfen in der Sepsisforschung. Es steht für einen völlig neuen Forschungsansatz und für neue Wege der Diagnostik und Therapie durch künstliche Intelligenz und BigData Analysen. Mit diesem Konzept möchten wir die Möglichkeiten nutzen, die uns neue Technologien bieten, um die Sepsissterblichkeit deutlich zu reduzieren.

Sepsis (oder auch Blutvergiftung) ist eine Volkskrankheit

Die Sepsis ist eine Entzündungsreaktion des Organismus als Reaktion auf eine Infektion durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten. Sie kann jeden jederzeit in Folge einer Infektion treffen, Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen betroffen. Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einer Sepsis liegt zwischen 50-60%, das heißt, dass alleine in Deutschland täglich 162 Bürger an einer Sepsis versterben, die damit nach dem Herzinfarkt und den Tumorerkrankungen an dritter Stelle der Todesursachen steht. In der Statistik wird das jedoch nicht abgebildet, weil hier nur die Grunderkrankungen aufgeführt sind. Von den Patienten, die eine Sepsis überlebt haben, versterben darüber hinaus noch einmal 35% im ersten Jahr. Damit versterben 60-70% der Patienten mit Sepsis. Die Überlebenden müssen mit teils schweren Konsequenzen, wie Amputationen und Organschädigungen weiterleben. Die Sepsis stellt damit nicht nur eine akute Erkrankung des Immunsystems dar, sondern führt zu langanhaltenden Veränderungen, die alle Organsysteme des Menschen beeinflussen. Die Kosten für das Gesundheitssystem betragen jährlich 7,7 Milliarden €.

Überlegen Sie einmal, wie schnell wir handeln würden, wenn pro Tag in Deutschland ein mittelgroßes Passagierflugzeug abstürzen würde – das entspricht etwa den 162 Patienten die täglich in Deutschland an einer Sepsis versterben.

Stellen Sie sich vor, dass in Deutschland pro Tag ein mittelgroßes Passagierflugzeug abstürzen würde!

Das Problem sind nicht die Resistenzen oder schlechten Therapien, sondern Millionen von komplexen kaskadenartigen Prozessen, die durch die Sepsis ausgelöst werden und die derzeit nicht gestoppt werden können. Selbst wenn der auslösende Faktor eliminiert werden kann, läuft die Abwärtsspirale weiter. Bisherige Forschungen fokussierten auf einzelne Biomarker, die jedoch allein das komplexe System nicht abbilden konnten. Trotz milliardenschwerer Förderung in der Sepsisforschung konnten in der Medizin seit der Einführung der Antibiotikatherapie vor über 60 Jahren keine signifikanten Erfolge verzeichnet werden. Seit wenigen Jahren ist es aber möglich, solche komplexen oder chaotischen Systeme mathematisch zu beschreiben, indem man nicht nur Big Data von den Patienten generiert, sondern diese Daten auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz analysiert.

Das Problem sind nicht die Resistenzen oder schlechten Therapien!

SYMBARA analysiert und verknüpft verschiedenste klinische, labor-biochemische Patientendaten und OMICS-Messprofile mit den Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz in der Big Data-Analyse und schlägt damit die Brücke zwischen Systemmedizin und Medizininformatik. Es werden, basierend auf Big Data, mathematische Muster erstellt, die zur Abschätzung der Akut- und Langzeitprognose in der Sepsistherapie, sowie zur Implementierung der personalisierten Sepsistherapie in den klinischen Alltag genutzt werden (Decision Support System). Das Konsortium beinhaltet viele der bundesweit führenden Köpfe in der Grundlagen- und klinischen Sepsisforschung, der Medizininformatik und der Systemmedizin, die sich zusammengeschlossen haben, um das komplexe immunologische Syndrom, das bei einer Sepsis vorherrscht „lesen“ und in der Konsequenz personalisiert angehen zu können.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wie das SYMBARA Konzept die Sepsis bekämpfen will, klicken Sie auf den Reiter Ziele.